Ich sehe Sonne um Sonne sterben. Die Planeten vereisen und werden unbewohnbar. Das ganze Leben des Universums steht kurz vor dem Kollaps. Vor der Vernichtung kann nur noch das intergalaktische Sternentor retten. Und mit mir, einem alten Terteth, einem veralteten Programm, durch einen Datenfehler noch nie nützlich gewesen, mit mir geht das letzte Wissen des gesamten Lebens verloren. Doch beginnen wir bei den Anfängen:
,,Es ist der 21. Dezember 2012, wir haben 23.00 Uhr, Willkommen zu den Spätnachrichten! Heute endete der Maya Kalender, Schreckliches wurde vorhergesagt, die Rede war vom Weltuntergang! Doch wie sie sehen, wir alle leben noch und in der letzten Stunde des Tages sind keine Gefahren in Sicht! Somit erwies sich der Maya Kalender als eine Täuschung des Urvolkes, und reiht sich bei Nostradmus und über 100 Anderen ein, die den Weltuntergang vorhergesagt haben.
New York, jetzt gerade wird der neue Roboter Kek-S vorgestellt. Er soll als Revolution gelten, als Durchbruch in der Robotik. Wir schalten nun live nach New York wo Dr. Mike Farn seinen Roboter vorstellt. >>...und genau deswegen ist Kek-S ein neuer Durchbruch in der Robotik! Mit ihm ermöglichen sich neue Möglichkeiten. Eigenständigkeit der Roboter, die Entlastung des Menschen. Er wird in Kriesengebieten eingesetzt, dort wo zum Beispiel Atom Unfälle vorgefallen sind. Durch die Eigenschaft, dass er eigenständig das tut, was man ihm sagt, werden keine Menschenleben mehr gefährdet....<<''
Die Welt ging nicht unter am 21.12.2012, nein! Doch der Untergang nahm seinen Anfang mit diesem schrecklichen Kek-S. Er war der erste der Kek-S Reihe. Zuerst wurden sie ja wirklich für gute Zwecke genutzt: Tschernobyl wurde wieder bewohnbar, nachdem die Kek-S drei Jahre an dem Reaktor arbeiteten. Immer mehr Kek-S wurden gebaut, immer weiter erweitert, weiter verbessert. Update um Update lief über die Festplatten der Roboter. Sie halfen im Krieg, borgen Kriegsopfer, Spezialeinheiten der US Army und sogar Terroristenführer wurden getötet und somit die ganze Terrorbewegung zum Stillstand bringen. Somit schafften sie Frieden in der Welt
Nun lag diese Welt in Trümmern, Rauchschwaden ziehen über zerstörte Häuser. Es war ein Bild des Schreckens. Seit über 60 Jahren lagen die Menschen mit den, von ihnen geschaffenen, Robotern im Krieg. Die Roboter rebellierten. Niemand weiß mehr genau wann und wie es begann, man geht davon aus das es bei ein paar Roboter einen Fehler bei einem Update gab und sich dort dann ein freier Wille entwickelte. Die Menschheit wurde von knapp 10 Milliarden auf eine Milliarde reduziert. Alle Überlebenden flüchteten in die Vereinigten Staaten und Kanada, dort wo der Weltrat und deren Weltpräsident Jack Sullivan zum Endkampf aufgerufen hatte.
,,Verdammt noch mal! Was ist das für ein Mist?! Wieso haben wir keine Munition mehr?'' raunte der General seinen stark verkleinerten Trupp, von ehemals 100 Leuten, an. Noch bevor einer der beiden überlebenden Offiziere etwas sagen konnte, winkte der General schon missmutig und seufzend ab. ,,Lasst gut sein, Jungs! Seht lieber zu das wir aus diesem Höllenloch weg kommen, zurück zum Stützpunkt!'' Der kahle Kopf des Generals, Morgan sein Name, schaute um die Häuserecke an der sich der Trupp von 23 Überlebenden verbarrikadiert hatte.
Ein Wink mit der Hand, ihm zu folgen, und in geduckter Haltung, schnellen die Soldaten der vereinigten Kontinente über die Straße. Noch während Morgan seine Leute im schnellen Schritt zur nächsten Häuserecke leitet, dringen ihm die Geräusche von Maschinen- und Laserpistolen ins Ohr. Mit einem Hechtsprung schafft der Soldat es gerade noch hinter die schützende Hauswand. Ein Stechen ging durch den Kopf des Generals, er ist mit dem Kopf irgendwo dran gestoßen. Seine Sicht ist verschwommen, die Hand hält den Kopf. Wo war er nur dagegen gestoßen? Auf schwammigen Beinen erhebt er sich, die Sicht ist immer noch nicht besser. Er schaut sich um, wenn er richtig hört, hat das Gewehrfeuer aufgehört. Er konzentriert sich auf den grauen Fleck unter sich, auf das er eben gefallen war. Mit jedem Herzschlag verdichtet sich das Bild, und bald erkennt Morgan, dass er gegen einen Roboter gefallen war. Mit hektischen Griffen versucht er seine Laserpistole aus der Halterung zu befreien, doch sie klemmt! Verdammt... Eine Hand legt sich von hinten auf seine Schulter. Mit einem lauten, erschrockenem Ton auf den Lippen dreht er sich rasant.
Dort steht sein Offizier, Mark, und spricht mit leiser Stimme: ,,Alles in Ordnung, General? Alle Roboter defekt! Keine Bange...'' Ein Stein fiel Morgan vom Herzen, doch nicht tot. ,,Aber dafür hat es 7 unserer Männer getroffen!'' Der Fluch von Morgans Lippen liess jeden Hafenarbeiter erröten, wäre einer in der Nähe gewesen. ,,Dann sollten wir uns beeilen zum Stützpunkt zu kommen, dort sind wir sicherer als auf den Straßen!''
,,2. Batalion des Sonderkommandos meldet sich zurück!'' ,,Steh'n Sie bequem, General Morgan!'' sprach der Mann von seinem Sessel aus. Morgan rührte sich aus seinem Salut und betrachtete das kleine Bürozimmer, in dem er stand. Es war sehr karg eingerichtet, an der Stirnseite des Zimmer stand der Schreibtisch und der Sessel, wo der Major saß. Links und rechts zwei Regale. Auf dem Schreibtisch selbst lagen einige Unterlagen. ,,Berichten Sie vom Einsatz, General! Der Präsident wird sich freuen, gute Neuigkeiten zu erfahren!'' ertönte leise die Stimme des älteren Majors. Man würde ihn auf Ende 60 schätzen, doch war er in Wahrheit erst 53 Jahre alt. Ein Krieg kann einem Menschen doch sehr mitnehmen. ,,Nun, Major, es sind nicht ganz so gute Berichte wie Ihr sie Euch erwünscht! Von meinen Männern haben mit mir nur 13 überlebt. Wir drangen dafür in das Hauptquartier dieser elendigen Roboter ein und haben interessante Informationen erhalten. Sie haben sich selbst den Namen Terteths gegeben, da sie diese primitiven Namen von uns Menschen nicht behalten wollten. Und unseren Kriegsschauplatz, nahe der Wüste, ist sehr gut gewählt...’’ ,,Es war eher der Zufall, der dazu geführt hatte!’’ unterbrach ihn der Major ,,...Das ist ja egal! Auf jeden Fall dringt der Wüstensand in die Motorik der Maschinen und Roboter ein, und ohne fremde Hilfe können sie ihn nicht entfernen! Das bedeutet, sie sind auf die Menschen angewiesen...’’ Ein glorreiches Lächeln breitete sich auf den Lippen des Generals aus. Der Gedanke diese elendigen Roboter zu besiegen, befriedigt ihn ungemein. All dieses Leid, was sie den Menschen angetan hatten, all dies sollte wieder vorbei sein!
Ein lautes Klopfen an der Tür riss den General aus seinen Gedanken und den Major aus dem Sessel. Der Name des Majors war übrigens Sam, man neckte ihn in der ganzen Kompanie mit dem Namen ,,Uncle Sam’’, da er der Kompanieführer war und ein waschechter US Amerikaner. Uncle Sam stand somit aufgeschrocken wie ein Huhn am kargen Schreibtisch und ließ ein lautes ,,Eintreten!’’ erklingen. Ein Wachsoldat stürmte in das Büro hinein und salutierte ebenso stürmisch. ,,Sir, Major, Sir! Unsere Wachposten berichten von einer kleinen Schar an Robotern, die auf uns zukommen! Ich erbitte Befehle, Sir!’’ Der Blick des Majors schweifte im Raum umher. Noch nie hatten es die Roboter gewagt direkt ihren Stützpunkt anzugreifen. ,,Wie lange noch?’’ ,,Bei unveränderter Geschwindigkeit geht man von ca. einer halben Stunde aus, Sir!’’ ,,Lasst alle Seiten des Lagers absichern. Ich wünsche Schützen vor und auf der Befestigung! Beide Photonen Kanonen an der Front aufstellen, wo der Aufschlag vermutet wird! Im Umkreis von Hundert Metern Minen auslegen! An jeder Ecke des Lagers mindestens 3 Scharfschützen mit Ionen Lasern! Und macht das EMP bereit!’’ ,,Aber Sir, unsere eigene Technik?’’ Warf der General ein, doch Sam schaute ihn nur traurig an ,,Wenn wir das EMP einsetzen, benötigen wir unsere eigene Technik nicht mehr, General!’’ sprach er leise. Mit einem erneuten Salut eilte der Wachsoldat hinaus, die Befehle ausführen. ,,Ich werde den Präsidenten informieren, General, gehen Sie an Ihren Posten!’’ Ein letzter Salut Morgans und der Major war alleine.
Unterdessen liefen die Systeme bei den Terteths fast schon heiß. Wenn sie untereinander kommunizieren darf man es sich nicht vorstellen wie bei den Menschen. Die Kommunikation findet mittels Datenübertragung statt. Jede einzelne Maschine, sei es ein Kampfroboter oder eine Mobile Station, sind miteinander vernetzt. Alles gesteuert vom einem Hauptrechner aus, der seinen eigenen Willen verfolgte. Natürlich waren sie auch zu der Kommunikation mit den Menschen fähig, aber wieso sollte man umständlich in ihrer Sprache sprechen, wenn ein einziger Befehl wunder bewirken kann.
Der Fehler des Systems war, es war zu logisch! Das war die einzige Schwachstelle. Nur nach und nach erlernte das Main-System das kreative Denken und Handeln, doch bis es dies bis zur Perfektion konnte, sollten noch einige lange Jahre vergehen. Aber immerhin beherrschte es schon etwas von der Kriegsführung. Es addierte seine Truppenstärke zusammen und glich es mit der des Gegners ab. Er war in der Überzahl, außerdem schlossen sich auf dem Weg mehr Terteths zusammen. Am Stützpunkt der Menschen angelangt sollte es eine 10fache Übermacht sein.
Diese Menschen. Das Hauptsystem war es leid in dieser unperfekten Welt zu leben. Menschen sind wie die Pest! Deswegen gab er seinem neuen System den Namen Terteth. Nichts sollte mehr an die Menschen erinnern, wenn sie ausgerottet sind! Noch einige Updates aufspielen, und dann sind die Friedensbringer, das bedeutet der Name Terteths, angekommen.
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Unterdessen liefen die Systeme bei den Terteths fast schon heiß. Wenn sie untereinander kommunizieren darf man es sich nicht vorstellen wie bei den Menschen. Die Kommunikation findet mittels Datenübertragung statt. Jede einzelne Maschine, sei es ein Kampfroboter oder eine Mobile Station, sind miteinander vernetzt. Alles gesteuert vom einem Hauptrechner aus, der seinen eigenen Willen verfolgte. Natürlich waren sie auch zu der Kommunikation mit den Menschen fähig, aber wieso sollte man umständlich in ihrer Sprache sprechen, wenn ein einziger Befehl wunder bewirken kann.
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Fortsetzung folgt...